Wie wir im gestrigen Telefonat mit dem Amazon Headquarter, Seattle erfahren mussten, legt Amazon die sogenannte Marktplatzhaftung sehr streng aus. Amazon fordert von jedem Händler mit Deutschland-Kontakt das sogenannte 22F-Zertifikat. Unabhängig davon, ob der Händler in Deutschland steuerpflichtig ist oder nicht.

Die deutschen Finanzämter wiederum legen das Gesetz wie folgt aus: Jeder Händler, der in Deutschland registrierungspflichtig ist, bekommt das Zertifikat (so er denn seinen steuerlichen Pflichten nachgekommen ist). Ist ein Händler nicht registrierungspflichtig, kann es keine Bescheinigung geben. Eine aus unserer Sicht richtige Vorgehensweise.

Amazon jedoch wird Stand heute (31.01.2019) alle Händler sperren, die diese Bescheinigung nicht vorlegen.

Dies könnte zur unberechtigten Sperrung vieler Händler führen.

Wie geht TaxFBA mit diesem Dilemma um?

  1. Wir haben für alle unsere Kunden die Anträge auf Erteilung der Bescheinigung gestellt
  2. Wir sind mit Amazon Headquarter, Seattle im ständigen Kontakt, um die ungerechtfertigten Sperren zu vermeiden

Sollte Amazon tatsächlich alle Händler mit „Deutschland-Kontakt“ sperren, hätte dies ungeahnte negative Folgen für die deutsche Wirtschaft, da viele ausländische Händler lediglich Lieferanten für die deutschen Online-Seller sind.

WICHTIGE DOWNLOADS DAZU:

1. Ländererlass: 

Koordinierter Ländererlaß 2019-01-28-haftung-fuer-umsatzsteuer-beim-handel-mit-waren-im-internet

2. Bescheinigung fürs Finanzamt: “Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung über die Erfassung als Steuerpflichtiger (Unternehmer) im Sinne von § 22f Abs. 1 Satz 2 UStG”:

https://taxfba.de/wp-content/uploads/2019/02/Bescheinigung.pdf

3. Erklärung für alle Händler, die im Sinne des § 22f UStG nicht in DE steuerpflichtig sindund daher keine Bescheinigung (siehe 2.) erhalten können (die rechtliche Prüfung dieser Erklärung steht noch aus):

https://taxfba.de/wp-content/uploads/2019/02/Erklärung-nach-22F-TaxFBA.pdf